

Dr. Ausbüttel
Dr. Ausbüttel & Co. GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Dortmund, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den bundesweiten Vertrieb von Medizintechnikprodukten etwa für moderne Wund- und Augenversorgung spezialisiert hat. Am Standort Dortmund sind rund 230 Mitarbeitende beschäftigt.
Mit dem Entwicklungsvorhaben Nord setzt Dr. Ausbüttel ab Januar 2025 ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit in Dortmunds Nordstadt – einem Stadtteil, der von Armut, Bildungsungleichheit und sozialer Ausgrenzung besonders betroffen ist. Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts ist es, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen, ihren Familien und lokalen Fachkräften passgenaue, partizipative und systemische Lösungen für die Bildungs- und Lebensrealitäten im Stadtteil zu entwickeln. Unterstützt von einem breiten Netzwerk aus Stadtverwaltung, Stiftungen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen entstehen in sechsmonatigen Entwicklungszyklen Prototypen, die direkt aus der Lebenswelt der Beteiligten hervorgehen – von einem Abholservice für schulabsente Kinder über Peer-Lesepatenschaften bis hin zu Achtsamkeitstrainings und einer mobilen Arztsprechstunde an Schulen.
Dr. Ausbüttel agiert dabei als Initiator und Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Stadtverwaltung und Sozialraum. Als mittelständisches Unternehmen mit langer Tradition verbindet Dr. Ausbüttel wirtschaftliche Kompetenz mit sozialunternehmerischem Engagement. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund – insbesondere den Dezernaten 4 und 5 – sowie Partnern wie der Walter Blüchert Stiftung, dem Regionalen Bildungsbüro, schul.inn.do e. V., lokalen Migrant*innenorganisationen, Schulen und Trägern der Jugendhilfe wurde 2022 initiiert und 2024 gemeinsam zur Projektidee weiterentwickelt. Im Zentrum steht ein neuartiger, agiler Arbeitsansatz, der klassische Top-Down-Logiken überwindet. Statt Lösungen für die Zielgruppen zu entwerfen, entstehen die Angebote mit ihnen gemeinsam – im Dialog, iterativ, milieusensibel und machtkritisch. Die Entwicklungsgruppen vereinen Fachkräfte, Kinder, Eltern und weitere Akteur*innen aus dem Stadtteil. Unterstützt wird der Prozess durch eine externe Prozessbegleitung, die Qualität sichert, Reflexionsräume schafft und eine lernorientierte Konfliktkultur etabliert. Die Koordination des Projekts übernimmt schul.inn.do e. V., das Regionale Bildungsbüro begleitet fachlich und organisatorisch, während Dr. Ausbüttel zusätzliche Fördermittelgeber einbindet und wirtschaftliches Know-how zur Verfügung stellt. Eine strategisch arbeitende Steuergruppe mit Vertreter*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verantwortet Grundsatzentscheidungen und sorgt für die strukturelle Einbettung in kommunale Prozesse.
Seit dem Kick-off im Februar 2025 sind bereits rund 150 Personen in verschiedenen Rollen eingebunden. Erste Rückmeldungen aus dem Stadtteil belegen die hohe Akzeptanz und steigende Motivation der Beteiligten – sowohl bei Kindern als auch bei Fachkräften. Ziele werden kontinuierlich gemeinsam weiterentwickelt und nicht nur anhand quantitativer Kennzahlen überprüft, sondern auch auf Basis qualitativer Kriterien wie Zusammenarbeit, Beteiligung und individuelle Selbstwirksamkeit. Langfristig soll aus dem Vorhaben ein übertragbares Modell für kooperative Bildungsentwicklung entstehen, das auch über Dortmund hinaus wirkt. Bereits jetzt laufen erste Schritte zur strukturellen Verstetigung – etwa durch Einbindung in Schulentwicklungsprozesse und kommunale Gremien. Die umfassende Dokumentation und Aufbereitung der Projektergebnisse soll die Übertragbarkeit auf andere Stadtteile oder Kommunen ermöglichen. Das Besondere: Durch die enge Verbindung von Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Betroffenenperspektive entsteht ein belastbares Netzwerk mit Vorbildcharakter – ein lebendiger Beweis dafür, wie unternehmerische Verantwortung soziale Wirkung entfalten kann.