JobRad

JobRad hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau und ist ein Mobilitätsdienstleister, der Arbeitgeber*innen und deren Mitarbeitenden ein digitales Leasingmodell für Fahrräder und E‑Bikes anbietet. Das Unternehmen übernimmt die komplette Vertrags- und Abwicklungslogistik und beschäftigt über 500 Mitarbeitende.

Unter dem Motto #TrittFürsKlima setzen JobRad und der SC Freiburg seit März 2023 ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität im Profisport. Das gemeinsame Projekt motiviert Fußballfans dazu, mit dem Fahrrad zu den Heimspielen des SC Freiburg zu fahren. Für jedes gezählte Fahrrad spendet JobRad einen Euro an eine gemeinnützige Organisation. So kamen bislang über 195.000 Euro zusammen, mit denen insgesamt 38 Initiativen bundesweit unterstützt wurden – ein überzeugendes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit, das Umwelt- und Gesellschaftswirkung miteinander verbindet.

Ausgangspunkt des Projekts ist die Erkenntnis, dass die An- und Abreise der Fans zu den Spielen den größten Teil des CO₂-Fußabdrucks im Profifußball ausmacht. Die sogenannte Fahrrad-Fan-Zahl (FFZ) setzt genau hier an: Sie motiviert auf niederschwellige Weise zur klimafreundlichen Anreise mit dem Rad. Gleichzeitig entfaltet jede einzelne Fahrradfahrt doppelte Wirkung – zum einen durch die CO₂-Einsparung, zum anderen durch die finanzielle Unterstützung gemeinnütziger Arbeit. Die Spendenempfänger*innen wechseln zu jedem Spieltag und werden öffentlich sichtbar gemacht – unter anderem über das Stadionmagazin, Fan-Newsletter und eine Durchsage im Stadion. Dies stärkt das Bewusstsein der Fans für gesellschaftliches Engagement und macht deutlich: Nachhaltigkeit kann begeistern, wenn sie emotional, partizipativ und unmittelbar erfahrbar ist. Umgesetzt wird das Projekt durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem SC Freiburg und JobRad, das nicht nur Mobilitätspartnerin, sondern mittlerweile auch Hauptsponsorin des Vereins ist. Das Marketing-Team von JobRad koordiniert die operative Umsetzung an den Spieltagen, begleitet die Kommunikation und sorgt für die Bekanntmachung der Ergebnisse. Das Nachhaltigkeitsteam ist für die Auswahl der gemeinnützigen Organisationen zuständig. Dabei wird auf eine ausgewogene Mischung aus regionalen, nationalen und internationalen Initiativen geachtet – mit Schwerpunkten in den Bereichen Fahrradkultur, Umwelt, Demokratie, soziale Teilhabe und Bildung. Die Spenden sind bewusst nicht zweckgebunden, damit die Organisationen ihre Arbeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können.

Die Zählung der Fahrräder erfolgt zu Spielbeginn durch vier geschulte Personen, die die Fahrräder im Stadionumfeld manuell erfassen. Die ermittelte Zahl wird anschließend digital eingegeben und innerhalb weniger Minuten im Stadion verkündet. So entsteht ein unmittelbarer Feedbackmoment, der die Fans für ihr Engagement „belohnt“ – mit Anerkennung und der Aussicht, gesellschaftlich etwas zu bewegen. Die durchschnittliche FFZ liegt aktuell bei rund 5.055 Fahrrädern pro Spiel, was bedeutet, dass teilweise jeder sechste Fan mit dem Rad anreist. Im Vergleich zur Vorsaison konnte in der Hinrunde der Spielzeit 2024/25 ein Anstieg um 14 Prozent verzeichnet werden – ein klarer Beleg dafür, dass das Konzept wirkt und Verhaltensänderung ermöglicht. Auch auf emotionaler Ebene ist das Projekt ein voller Erfolg: Eine von JobRad beauftragte Fanbefragung durch das Marktforschungsinstitut IRIS ergab, dass die FFZ bereits nach vier Spieltagen als bekannteste Sponsoringaktion wahrgenommen wurde. 95 Prozent der befragten Fans bewerteten sie als positiv. Dieses große Maß an Zustimmung zeigt, dass nachhaltiges Verhalten dann besonders erfolgreich ist, wenn es nicht als Verzicht, sondern als gemeinsame Aktion erlebt wird, die Spaß macht und Wirkung entfaltet.

Neben der Umsetzung der FFZ bei Heimspielen entwickelt JobRad auch ergänzende Aktionen im Umfeld des Projekts. So wurden etwa zur Trikotvorstellung für die Saison 2024/25 Trikots an die Mitarbeitenden ausgewählter gemeinnütziger Organisationen in der Region gespendet – ausgeliefert per Fahrradkurier durch JobRad-Mitarbeitende. Solche Maßnahmen erhöhen die öffentliche Sichtbarkeit des Projekts und stärken die Verbindung zwischen Fans, Verein, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Langfristig verfolgt das Projekt keine fixen Zielzahlen, sondern einen kulturellen Wandel: Es soll zeigen, dass jede einzelne Handlung zählt und dass Nachhaltigkeit am besten dort funktioniert, wo Menschen sich beteiligen und einbezogen fühlen. Die Fahrrad-Fan-Zahl ist ein innovativer Ansatz, der nicht nur den Profifußball klimafreundlicher macht, sondern auch übertragbar ist auf andere Großveranstaltungen – vom Festival bis zum Stadtfest. JobRad steht interessierten Organisationen, Kommunen oder Veranstaltern als Sparringspartner zur Verfügung und teilt aktiv die Erfahrungen aus dem Projekt.

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