






Osborne Clarke
Die Osborne Clarke ist eine international tätige Wirtschaftskanzlei mit Hauptsitz in London und unterhält rund 25 Büros in Europa, Asien und den USA, in Deutschland z. B. in Berlin, Hamburg, Köln und München. Insgesamt beschäftigt die Kanzlei weltweit etwa 1.900 Mitarbeitende, darunter über 900 Rechtsanwält*innen und Steuerberater*innen.
Osborne Clarke unterstützt die Stiftung Wirkungsanteil seit Juli 2021 als strategischer, juristischer und finanzieller Partner beim Aufbau eines innovativen Finanzierungsmodells für den gemeinnützigen Sektor. Ziel des Projekts ist es, eine Brücke zwischen unternehmerischem Erfolg und gesellschaftlichem Impact zu schlagen – durch die strukturelle Verankerung sogenannter Wirkungsanteile in Start-ups. Diese ermöglichen es Gründer*innen, von Beginn an gesellschaftliche Verantwortung in ihre Unternehmensstruktur zu integrieren.
Osborne Clarke stellt jährlich rund 250 Stunden Pro-Bono-Rechtsberatung zur Verfügung, übernimmt dabei die Rolle einer externen Rechtsabteilung und begleitet die Stiftung darüber hinaus mit strategischem Sparring, Netzwerkarbeit und finanzieller Förderung. Die Kanzlei war maßgeblich an der Entwicklung des rechtlichen Fundaments beteiligt – insbesondere bei der steuerlichen Anerkennung des Modells als gemeinnütziges Finanzierungsinstrument sowie der rechtlichen Integration in internationale Unternehmensstrukturen. Das Modell adressiert damit einen zentralen Engpass im gemeinnützigen Sektor: den Mangel an langfristiger, flexibler Finanzierung für soziale Innovationen. Durch freiwillige Beteiligungen an Exit-Erlösen von Start-ups entsteht eine innovative Finanzierungsquelle für NGOs – ohne projektbezogene Zweckbindung. Der bisherige Erfolg zeigt sich in 13 Start-ups, die bereits Wirkungsanteile zugesagt haben, einem zugesagten Spendenvolumen von über 425.000 Euro sowie regelmäßigen Veranstaltungen wie Gründer*innen-Netzwerktreffen und Investor*innen-Dinners.
Im Unternehmen engagieren sich aktuell rund sechs Mitarbeitende aus unterschiedlichen Fachbereichen aktiv für das Projekt. Neben dem federführenden Partner Till-Manuel Saur, der zugleich Mitgründer und Gesellschafter der Stiftung ist, bringen sich auch Kolleg*innen aus den Bereichen Business Services, Diversity & Inclusion, Communications und das Management aktiv ein – stets auf freiwilliger Basis. Das Projekt ist somit eng mit der Unternehmenskultur und den Werten von Osborne Clarke verzahnt: Exzellenz, gesellschaftliche Verantwortung und unternehmerisches Denken. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Wirkungsanteil ist langfristig angelegt und weit mehr als ein klassisches Pro-Bono-Projekt: Osborne Clarke versteht sich als Founding Partner, der die Stiftung rechtlich, strategisch und finanziell begleitet, bis erste Exit-Erlöse in die Stiftung fließen – was in der Regel erst Jahre nach Gründung eines Start-ups geschieht.
Das Projekt steht exemplarisch für mutige, wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Gemeinnützigkeit. Es zeigt, wie ein strukturierter Transfer von Know-how, Kapital und Verantwortung aus dem Start-up-Sektor in den gemeinnützigen Bereich neue Lösungswege für gesellschaftliche Herausforderungen eröffnen kann.