






VfL Wolfsburg
Die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH mit Sitz in Wolfsburg ist die Profifußballgesellschaft des VfL Wolfsburg. Hinter den Kulissen arbeiten in der Geschäftsstelle über rund 250 Mitarbeitende in Bereichen wie Marketing, Kommunikation, Infrastruktur und Verwaltung.
Der VfL Wolfsburg setzt mit seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Wir für Klima und Umwelt“ ein starkes Zeichen für Klimaschutz im Profisport. Bis zum Jahr 2030 verfolgt der Verein das Ziel, seine eigenen Treibhausgasemissionen um über 50 % zu senken – ein ambitioniertes Vorhaben, das systematisch und ganzheitlich angegangen wird. Verantwortlich für die Umsetzung ist ein clubinternes Umweltteam, das in enger Zusammenarbeit mit dem CSR-Team die Maßnahmen steuert, Schulungen koordiniert und alle Bereiche des Vereins regelmäßig auf Umwelt- und Klimaschutzpotenziale überprüft. Die Aktivitäten orientieren sich an verbindlichen Leitlinien, die für alle Mitarbeitenden gelten und öffentlich einsehbar sind.
„Wir für Klima“ bündelt eine Vielzahl konkreter Maßnahmen, die sowohl den Vereinsbetrieb als auch die Infrastruktur und das Fanerlebnis umfassen. So wurden unter anderem die Flutlichtanlagen im Stadion und auf den Trainingsplätzen auf energiesparende LED-Technik umgestellt, E-Ladepunkte ausgebaut, Mehrweggeschirr eingeführt sowie nachhaltige Fanartikel unter dem Label „Grüne Fährte“ entwickelt. Zudem wird der CO₂-Fußabdruck einzelner Speisen im Stadion ausgewiesen, um die Besucher*innen für klimafreundliche Entscheidungen zu sensibilisieren. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Schonung natürlicher Ressourcen: Die Rasenplätze werden mit Wasser aus dem Wolfsburger Mittellandkanal gepflegt – das spart jährlich rund 17 Millionen Liter Trinkwasser ein. Darüber hinaus engagiert sich der VfL in ökologischen Projekten wie der Installation von Mikroplastikfiltern an Fußballplätzen oder einer Studie zur Auswirkung des Fußballs auf die Biodiversität – letztere in enger Kooperation mit dem NABU.
In all diesen Projekten arbeitet der Verein eng mit externen Partnern zusammen. Während das Umwelt- und CSR-Team des VfL Fachwissen und Steuerungskompetenz einbringt, übernehmen Partner – je nach Projekt – operative Aufgaben, stellen Flächen, Materialien oder Technik zur Verfügung und unterstützen kommunikativ bei der Nachbereitung. Besonders hervorzuheben ist dabei die Beteiligung der Fans: Bei Aktionen wie Clean-ups rund um die Arena, Pflanztagen zum Aufbau des vereinseigenen VfL-Walds oder durch Mitmachformate wie den jährlichen Klimaspieltagen wird Umweltbewusstsein aktiv erlebbar gemacht. Seit 2023 fördert der Verein zusätzlich die Nutzung der Mobilitäts-App „ummadum“, die Fans bei einer nachhaltigen Anreise zu Heimspielen unterstützt.
Die Initiative verfolgt konkrete kurz- und mittelfristige Ziele, etwa die Reduktion des Restmüllaufkommens pro Spieltag um 15 % bis 2030, die Senkung von Lebensmittelabfällen um 30 % bis 2027 sowie die Verringerung des Energie- und Frischwasserverbrauchs im Vergleich zur Saison 2023/24. Der Fortschritt wird regelmäßig überprüft – unter anderem durch die seit 2011 jährlich veröffentlichte CO₂-Bilanz nach GHG-Protokoll. Bereits jetzt zeigen die Maßnahmen Wirkung: Im Vergleich zur Saison 2017/18 konnten die CO₂-Emissionen um 18 % reduziert werden. Außerdem war der VfL Wolfsburg der erste Bundesligist, der vollständig auf Ökostrom umgestellt hat – das spart jährlich über 1.000 Tonnen CO₂ ein. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz verankert der VfL Wolfsburg Nachhaltigkeit tief im Vereinsleben – von der Bauplanung über das Spieltagserlebnis bis hin zur Fanbindung. Durch seine Rolle als First Mover und aktiver Wissensträger – unter anderem als Mitentwickler des UEFA-CO₂-Kalkulators – trägt der Verein seine Erfahrungen auch über den Sport hinaus weiter. Die Initiative „Wir für Klima und Umwelt“ macht deutlich: Fußball kann mehr – er kann Verantwortung übernehmen, Vorbild sein und Zukunft gestalten.